unsere projekte

Unser Kernprojekt:
Bildungswege – ausbildungsbezogene Perspektiven für unbegleitete junge Flüchtlinge

Das Projekt „Bildungswege“ wurde 2012 mit einem Preis
der SozialMarie 2012 ausgezeichnet
(www.sozialmarie.org) und wird seit 2011 vom Bundesministerium für Inneres kofinanziert.

 

Junge Flüchtlinge sind am Lehrstellenmarkt unterrepräsentiert. Ohne zusätzliche Qualifizierung nach dem knapp einjährigen Pflichtschulkurs haben sie wenig Chancen auf einen Lehrplatz. Darüber hinaus haben sie kein unterstützendes Netzwerk, wenig Erfahrung im Bewerbungsprocedere und zu wenig Wissen über kulturbestimmte alltagsbezogene Verhaltensweisen. Diese sind aber oft auch mit entscheidend, ob ein Gespräch, eine Bewerbung letztlich gelingt.

Aufgrund o. a. Gründe haben wir 2010 das Projekt Bildungswege konzipiert, dass jungen Flüchtlingen den Weg in eine Ausbildung öffnet. Projektziel ist ein Ausbildungsplatz in Form einer Lehrstelle.
Wir arbeiten im Projekt eng mit Unternehmen zusammen, die uns mit Lehrstellenkontingenten, Workshops und Schnupperpraktika unterstützen.

Jährlich werden in das Projekt 20-30 junge Flüchtlinge aufgenommen. Aufgrund des großen Bedarfs werden wir 2016 die Anzahl der Teilnehmer in etwa verdoppeln und 50-55 junge Flüchtlinge in das Lehrstellenprojekt aufnehmen.

Projektinhalte:

  • EDV-Training
  • Nachqualifizierung in Deutsch, Mathematik, Englisch (mehrmonatiges Förderprogramm)
  • branchenspezifische Förderung soweit möglich (z.B. internes T-Mobile-Training für unsere Einzelhandelslehrlinge)
  • intensive Berufsorientierung (Interessenstest, Infotermine bei Unternehmen, Schnupperpraktika)
  • Workshop-Reihe
  • Einbeziehung von Peers (junge Flüchtlinge berichten den „Neuen“ über ihre Lehrzeit; eine Form von Mentoring der „Alten“ für die „Neuen“ findet in den Unternehmen mittlerweile auch statt; z.B. bei T-Mobile, ÖBB)
  • Nachhilfe/Mentoring durch Ehrenamtliche (auch über Projektlaufzeit hinaus während der Ausbildungszeit)
  • sozialpädagogische Begleitung von lobby.16 während Projektlauf- und gesamter Lehrzeit

In den Jahren 2012 – 2014 haben wir die „Bildungswege“ mit mehrmonatigem Förderprogramm für Deutsch, Englisch und Mathematik durchgeführt. Ein Stiftungskonsortium – die SinnStifter – hat uns dieses Förderprogramm finanziert. In den zwei Jahren davor qualifizierten wir die Projektteilnehmer mit Hilfe unserer Ehrenamtlichen in Form von Einzelnachhilfe bzw. Nachhilfe in Kleingruppen. Die Workshops werden von unseren Unternehmenspartnern bzw. verschiedenen anderen Institutionen untentgeltlich und ehrenamtlich im Rahmen der Kooperationsvereinbarung durchgeführt.

Erste HIlfe:Österreichisches Rotes Kreuz
Umgang mit Geld:Erste Bank/Zweite Österreichische Sparkasse
Bewerbungstraining:Zürich Versicherungs-Aktiengesellschaft
Arbeitsleben & Arbeitshaltung:Zürich Versicherungs-Aktiengesellschaft
Präsentationstraining:Zürich Versicherungs-Aktiengesellschaft
Sozialsystem in Österreich:Industriellenvereinigung Wien
Arbeits- und Lehrlingsrecht:Arbeiterkammer Wien
Kulturelles Orientierungstraining:International Organziation for Migration

Projektfinanzierung:

  • Erste Bank: seit 2011
  • Familie Scheuch Privatstiftung: seit 2013
  • Kerbler Holding: seit 2014
  • Kofinanzierung Bundesministerium für Inneres: 2011 – 2014
  • Kofinanzierung AMS Wien: 2012 – 2014, 2016
  • SinnStifter: 2012 – 2014
  • Bundesministerium für Äußeres: 2015


Aufsetzung der einzelnen Projektdurchgänge: siehe nachfolgende Links

2016
2015
2014
2013
2012
2011
2010

 

Projektdokumentationen: siehe Link Dokumentation


Bildungswege 2012

Ausbildungsbezogene Perspektiven für unbegleitete junge Flüchtlinge

Die „Bildungswege“ wurden mit einem Preis
der SozialMarie 2012 ausgezeichnet.
Infos:
www.sozialmarie.org

Projektlaufzeit: Jänner – Dezember 2012
Teilnehmer: 15 – 20 unbegleitete junge Flüchtlinge zwischen 16 – 24 (mit Zugang zum Arbeitsmarkt und Perspektive in Österreich)

Finanzierung:

  • Bundesministerium für Inneres (Kofinanzierung)
  • Sinn!Stifter
  • T-Mobile Austria
  • T-Systems Austria
  • wiesbauer training & coaching

Projektziele:

  • Lehrstellen in Unternehmen ab August 2012
  • Förderung von Selbständigkeit und Selbstbestimmung
  • Förderung der Integration in den Arbeitsmarkt /in die österreichische Gesellschaft

Inhalte:

Vorbereitungs-/Projekteingangsphase (Oktober – November 2011)

  • Infoveranstaltungen zu den Lehrberufen in Unternehmen, Schnuppertage
  • Auswahl der TN gemeinsam mit Unternehmen/Entscheidung über Lehrberufsrichtung

Kurse/Workshops

  • EDV-Grundkurs (November 2011 – Jänner 2012)
  • Workshop Bewerbungstraining, Workshop Interkulturelle Kompetenzen (2012)

6-monatiges Förderprogramm (Februar – Juli 2012)

  • Deutsch, Englisch, Mathematik und branchenspezifische Förderanteile (5 Tage/Woche)

Kooperationspartner für Lehrstellen:

  • Catering Service WIWAG Betriebsgastronomie GmbH
  • Eurest Restaurationsbetriebsgesellschaft: Koch
  • Hilton Hotels Vienna: Hotel- und Gastgewerbeassistent, Koch, Restaurantfachmann
  • ÖBB-Shared Service Center GmbH: Maschinenbau/Metalltechnik, Elektronik
  • T-Mobile Austria: Einzelhandel, Schwerpunkt Telekommunikation; Bürokaufmann/Customer Service
  • wombat’s city hostels

Kooperationspartner für Förderprogramm & Kurse:

  • Die Berater, Unternehmensberatungs GmbH: 6-monatiges Förderprogramm D, E, M + branchenspezifisches Mathematik-Modul für technisch-zentrierte Lehrberufe
  • T-Mobile Austria: branchenspezifische Förderanteile Telekommunikation
  • Ehrenamtliche Mitarbeiter von lobby.16: branchenspezifisches Englisch für Hotellerie (u.a. mit Native Speaker)
  • T-Systems Austria: EDV-Grundkurs
  • wiesbauer training & coaching: Workshop Bewerbungstraining
  • Mag. Patrizia Tonin & Rainer Schafhuber: Workshop Interkulturelle Kompetenzen
  • Österreichische Computer Gesellschaft: EDV-Grundkurs
  • Ehrenamtliche Mitarbeiter von lobby.16: Nachhilfe, Mentoring

Jour fixe bei lobby.16 für allen Teilnehmer während der Projektlaufzeit

Absicherung Lebenshaltungskosten Teilnehmer: DLU über AMS Jugendliche

WIFI Wien: kostenlose Räumlichkeiten für Workshops

Projekt-Abschlussbericht: siehe Download bzw. Link Dokumentation